Rechter „Musikabend“ in Magdeburg gescheitert

Facebook-Ankündigung des "Musikabends"

Zirka 60 Neonazis aus dem Umfeld der Parteien Die Rechte und Der III. Weg sind am vergangenen Samstag für das ursprünglich für Thüringen beworbene Konzert nach Magdeburg gereist. Unter dem Motto „Nationale Freiräume erkämpfen“ hatten die Veranstalter den als „Lunikoff“ auftretenden ehemaligen „Landser“-Sänger Michael Regener, den in Berlin lebenden kanadischen Dudelsackspieler David Allan Surette alias „Griffin“, und den Liedermacher Tobias Winter angekündigt. Als „Überraschungsgast“ war offenbar der Berliner Sebastian Döhring alias „Fylgien“ vorgesehen. Nach Informationen von BNR war die Veranstaltung auch als Geburtstagsfeier von Matthias Fischer, einem führenden Funktionär der Partei Der III. Weg beworben worden. Während der Veranstaltung sollten Spenden für „nationale Objekte“ gesammelt werden.

Zum Auftritt der Musiker sollte es allerdings nicht kommen. Nachdem die Polizei offenbar von dem Konzert erfahren hatte, wurde laut eines Berichts von mdr Sachsen-Anhalt eine sogenannten Gefährderansprache an den Pächter des Veranstaltungsortes, der „Sportsbar Zuckerfabrik“ in Sudenburg, gehalten, der das Konzert im Anschluss absagte. Die Musiker und Besucher zogen ab und setzten ihre Feier ohne Musik andernorts fort.

Schon am 13. Februar 2016 hatte in der Zuckerfabrik ein rechter „Liederabend“ als Soli-Veranstaltung für die „Gemeinsam Stark“-Demonstration in Magdeburg am 9. April stattgefunden. Auch dieses Konzert soll von der Polizei aufgelöst worden ein. Vertretungsberechtigter Geschäftsführer der Sportsbar ist Ulf Steinforth, Gründer und Chef des zweitgrößten deutschen Boxstalls „Sport Events Steinforth“ (SES), welcher regelmäßig große Box-Veranstaltungen organisiert und momentan vier aktive Boxweltmeister unter Vertrag hat.

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